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| Herstellung von Hüten |
| Ernte |
Der Panama Hut wird aus Toquilla-Stroh gearbeitet, einer wilden tropischen Pflanze aus dem Regenwald mit dem wissenschaftlichen Namen Carludovica Palmata. Diese acht Fuß große Pflanze wächst nur in küstennahen Gebieten Ecuadors, 100 bis 400 m über dem Meeresspiegel. Die Tiefebene der Manabi-Provinz bieten hervorragende Bedingungen für das Wachstum dieser Pflanze: Reicher Boden, idealer Feuchtigkeitsgehalt, kühle Luft und Schatten durch andere Pflanzen.
Die Carludovica Palme benötigt 3 Jahre um Reife zu erreichen und ihre Stängel können bis zu 6 Meter hoch wachsen. Danach kann im Zyklus von ungefähr 30 Tagen geerntet werden, weil nach jener Zeit neue Blätter wachsen. Die neue Sprösse, die sich am Stamm der Pflanze befinden werden ausgesucht, da sie dünner sind. |
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Um die Qualität des Strohs sicher zu stellen wird die Ernte nur an Tagen ausgeführt, wenn die Blätter weniger Feuchtigkeit enthalten und leichter sind. Mit Hilfe von Macheten werden die jungen Stämme per Hand geschnitten, gebündelt und mit Pferden oder Trucks in die Dörfer zu den Hutflechtern transportiert. Jeder einzelne Stamm enthält verpackte zusammengebundener Blätter. |
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| Bearbeiten des Strohs |
Die Stämme werden geöffnet und die inneren Blätter werden abgetrennt und in Dutzende dünne Halme geteilt, die am Blattstamm befestigt sind. Die vorbereiteten Stängel werden dann gereinigt und in großen Wassertöpfen für ungefähr eine Stunde gekocht und danach zum Trocknen aufgehangen. Das Stroh wird dann nach Stärke sortiert und in Bündeln zu gewöhnlicherweise 1 Meter Länge abgepackt.
In der Küstenstadt Montecristi wird das Stroh dann über Nacht in verschlossenen Containern mit einer Schüssel voller Sulphur und einem Holzkohledeckel aufbewahrt. Der dadurch entstehende. |
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| Flechten |
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Das Stroh ist nun vorbereitet und die Hüte werden von der Hutmitte aus nach außen geflochten, indem eine hölzerne Kopfnform als Verstärkung eingesetzt wird. Dünnere Halme werden verwendet, um qualitativere Hüte zu weben. Dadurch kann es bis zu 3 Monate dauern, bis ein Hut von höchster Qualität fertiggestellt ist. Ein preisgünstigerer Cuenca Hut kann im Gegensatz dazu schon nach wenigen Tagen fertiggestellt werden.

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| Fertigstellen |
Nach dem Flechten wird das übrige Stroh, das von der Krempe hängt, abgeschnitten und dann zurückgeflochten (in Richtung Kopf). Somit erhält der Hutflechter ein starkes Band rund um die Krempe. Das übrige Stroh der Krempe sowie die Strohenden und die Innenseite des Hutes werden dann mit einer Rasierklinge entfernt.
Die Hutkrempen werden dann gebügelt, um das Flechtwerk zu glätten und um kleine Unregelmäßigkeiten im Stroh auszugleichen. Montecristi Hüte werden auch mit etwas Sulphur gebügelt, im den Farbton der Hüte aufzuhellen.Die verschiedenen Formen der Hüte, wie beispielsweise die Fedora-Form oder die Kolonial-Form werden durch Einsetzen einer Dampfpresse erzielt. Einige Montecristi-Hüte werden jedoch auch heute noch per Hand geformt, indem eine Eisen- oder Holzform eingesetzt wird.Zum Schluss wird ein Band an den Hut angebracht und das interne Band eingenäht, bevor der Hut für den Verkauf fertig gestellt ist. |
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